Innerhalb der Capoeira entscheiden natürlich die Erfahrung und das Engagement des einzelnen über seine Entwicklung.
Daneben gibt es verschiedene Grade (graduações), die mit einer Kordel (corda) farblich gekennzeichnet werden. Die Akademien der Capoeira verwenden hier kein einheitliches Farbsystem. Die Fähigkeit eines Capoeirista beweist sich letztlich jedoch weniger an seiner Kordel, sondern wird in jedem Spiel neu erfahren und ausgelotet.
Ab einer gewissen Stufe hat der Capoeirista die Verantwortung, sein erworbenes Wissen ebenfalls weiterzugeben. Damit kann er aufsteigen vom „Instrutor“, „Professor“ und „Contra-Mestre“ bis hin zum „Mestre“.
Dieser Titel des Meisters ist dann oftmals das Resultat von jahrzehntelanger Lehre und Praxis der Capoeira, um so die Kontinuität und Qualität dieser Kampfkunst aufrecht zu erhalten.
Beim anfänglichen Erlernen der Capoeira werden den Spielern auch portugiesische Spitznamen (alcunhas) zugedacht und in einer späteren Taufe (batizado) innerhalb einer Roda bestätigt.